Fragen und Antworten

Ihr seid eine Burschenschaft. Welche anderen Verbindungen gibt es, und wie unterscheidet ihr euch von denen?

Das Wort Burschenschaft wird oft fälschlicherweise als Synonym für Studentenverbindungen im allgemeinen gebraucht. Tatsächlich bezeichnet es nur eine spezielle Art von Verbindung unter vielen anderen. Daneben gibt es noch die Corps, Landsmannschaften, Sängerschaften, Turnerschaften, Jägerschaften, die christlichen Verbindungen und noch diverse andere. Manche sind politisch ausgerichtet, andere definieren sich über gemeinsame Interessen, und wieder anderen geht es vornehmlich ums Feiern und Trinken.

Was uns vor allem auszeichnet, ist unser gesellschaftspolitischer Anspruch. Die Hannovera ist Mitglied in der Deutschen Burschenschaft, einem Dachverband patriotischer und heimattreuer Burschenschaften. Getreu dem Wahlspruch des Verbandes „Ehre, Freiheit, Vaterland“ legen wir Wert auf ein anständiges, aufrechtes und stolzes Verhalten, sowohl im Bund als auch im Privatleben. Wir schulen unsere Bundesbrüder in deutscher Geschichte ebenso wie in der Kunst der freien Rede. Letzteres auf den so genannten Burschenschaftlichen Abenden, auf denen jeder Bundesbruder mindestens einmal einen Vortrag über ein frei zu wählendes Thema hält, der hinterher diskutiert wird. Jeder Bundesbruder soll nach seinem Studium als aufrechter und freidenkender Mensch ins Leben entlassen werden.

Auch Werte wie Meinungs- und Redefreiheit, Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Meinungen sind für uns keine Lippenbekenntnisse. Diese Freiheitsliebe ist es übrigens auch, die uns immer wieder ins Fadenkreuz totalitärer Kräfte geraten läßt, seien es früher die Nationalsozialisten oder heute die Ewiggestrigen aus dem Dunstkreis der Antifa und linksradikaler Parteien. Gerade dieser ständige Gegenwind ist es aber, der uns Tag für Tag motiviert, weiterzumachen, zeigt er uns doch, wie notwendig unsere Arbeit nach wie vor ist.

Freiheitsliebe? Erziehung zum freien Menschen? Bei euch herrscht doch sklavische Unterordnung! Wer neu einsteigt, muss ständige Schikanen über sich ergehen lassen, die ihn erniedrigen und psychisch brechen sollen!

Ja ja, immer die gleiche Leier… Linke Hochschulgruppen und Asten werden nicht müde, die furchtbarsten Schauergeschichten über uns zu verbreiten. Aber Unsinn, auch wenn er bis zum Erbrechen wiederholt wird, bleibt nun einmal Unsinn. Das Burschenschafterleben beginnt mit einer einjährigen Einführungszeit als sogenannter Fux. Ein Fux ist ein Lernender, der sich vieles noch aneignen muß. Trotzdem ist er vom ersten Tag an in die demokratische Entscheidungsfindung eingebunden, und niemand hat Befehlsgewalt über ihn oder gar das Recht, ihn respektlos zu behandeln. Nach Ablauf der Fuxenzeit wird entschieden, ob der Fux sich als Bundesbruder bewährt hat und endgültig in den Bund aufgenommen werden soll. Bis dahin hat er das Recht, ohne Angabe von Gründen sein Band zurückzugeben und seinen Austritt zu erklären.

Und was ist mit dem Saufzwang, von dem man immer hört? Muß ich mich betrinken, obwohl am nächsten Tag eine Klausur ansteht?

Nicht bei uns. Dieses ritualisierte K(r)ampftrinken, wie es einige Verbindungen praktizieren, ist nicht so unser Ding. Natürlich wissen wir ein anständiges Gelage zu schätzen, und natürlich kommt es auch mal vor, daß ein Bundesbruder es dabei ein wenig übertreibt. Und solange das nicht überhand nimmt, ist das ja auch kein Weltuntergang. Schließlich sind wir alle noch jung. Wichtig ist aber: Das gemeinsame Trinken dient bei uns der Geselligkeit und der Entspannung vom Unialltag. Und das heißt, es soll Freude bereiten und nichts anderes. Es hat keine tiefere Bedeutung, es wird nicht mythisch überhöht, und gezwungen wird niemand. Jeder kann den Abend bei alkoholfreiem Bier und Wasser verbringen, wenn er möchte.

Nun gut, aber was soll das alles noch? Burschenschaften mögen in der Vergangenheit eine Aufgabe erfüllt haben, aber heute haben sie sich doch überlebt.

Ganz im Gegenteil. Die Deutsche Burschenschaft ist eines der letzten Gegengewichte zu dem oberflächlichen, antigemeinschaftlichen und gegen alle Werte gerichteten Zeitgeist. Unsere Aufgabe ist heute aktueller, als sie es jemals war.

Seid ihr frauenfeindlich?

Nein, warum sollten wir? Die zahlreichen Frauen, die regelmäßig bei uns verkehren und immer gern wiederkommen, beweisen das Gegenteil. Manche sind Lebenspartnerinnen von Bundesbrüdern, andere einfach Freundinnen des Hauses. Ein anständiges, respektvolles Benehmen Damen gegenüber ist für einen guten Burschenschafter eine Selbstverständlichkeit.

Und warum nehmt ihr dann keine Frauen auf?

Tja, das haben Männerbünde eben so an sich. Warum manche Leute da so ein Problem mit haben, ist uns, ehrlich gesagt, ein Rätsel. Schließlich gibt es ja auch Zusammenschlüsse von Frauen, die sich Männern klar verschließen. Man denke nur mal an die unzähligen Landfrauenvereine. Bei denen beschwert aber komischerweise niemand.

Das Prinzip des Männerbundes aufzugeben, ist für uns ganz und gar indiskutabel. Eher machen wir den Laden hier dicht, als daß wir diesen Schritt tun. Dafür hat es sich viel zu gut bewährt. Und außerdem würde die ganze Sache hier keinen Spaß mehr machen, wenn wir Frauen aufnähmen. Es wäre einfach nicht mehr das gleiche. Jeder kennt das ja: Mit den alten Kumpels auf Tour zu gehen ist ganz was anderes, als wenn jeder seine Freundin mitnimmt.

Im übrigen steht es der gesamten Damenwelt frei, eigenständig ein weibliches Pendant zu einer Burschenschaft aufzubauen, sollte es ein Bedürfnis danach geben. Kein Gesetz würde es verbieten. Da dies aber bis heute nicht geschehen ist, ist das offensichtlich nicht der Fall.

Meine Basisgruppe behauptet, ihr seiet fremdenfeindlich.

Dummes Gerede. Eine solche Engstirnigkeit widerspräche allen Prinzipien, die wir hochhalten. Das alte Humboldtsche Ideal einer möglichst breiten Allgemeinbildung für jeden ist seit jeher ein fester Bestandteil der burschenschaftlichen Idee, an dem wir auch und gerade nach der unsäglichen Bologna-Reform unbeirrt festhalten. Ohne den sprichwörtlichen Blick über den Tellerrand wäre dieser Anspruch eine leere Worthülse. Immer wieder gibt es Gaststudenten, die als häufige Gäste auf unserem Haus ein und aus gehen, und nicht wenige von uns haben ein oder zwei Semester im Ausland verbracht.

Die Geschichten, die unter Linksextremisten über uns kursieren, kennen wir sehr gut, teilweise aus erster Hand. Sie beruhen bestenfalls auf Halbwahrheiten, oft genug aber auch auf vagen Gerüchten oder sogar dreisten Lügen, die in Umlauf gebracht werden, um uns zu schaden. Wahr ist: Wir lieben unsere Heimat, und wir glauben, daß jeder das Recht hat, für sein Vaterland stolz zu empfinden, solange er selbst durch sein Verhalten Vorbild ist und positiv an der Gemeinschaft mitwirkt. Das ist unsere Meinung, und ob das jedem gefällt, interessiert uns nicht. Wir schaden damit niemandem, und es wird niemand gezwungen, mit uns Umgang zu pflegen. Wahr ist weiterhin, daß wir die verantwortungslose Einwanderungspolitik unserer Regierung in dieser Form entschieden ablehnen. Und zwar einfach aus Vernunftgründen. Wer die Gefahren einer multikulturellen Gesellschaft, wie die politische Elite sie sich vorstellt, ernsthaft leugnet, der schaut entweder keine Nachrichten oder leidet an akutem Realitätsverlust. Daß sie in Deutschland teilweise (!) noch ganz gut funktioniert, heißt gar nichts. Der Zusammenhalt einer Gesellschaft zeigt sich in Krisenzeiten, nicht im Wohlstand.

Diese ständigen Anschuldigungen gegen uns haben in Wirklichkeit ganz banale Gründe: Die Linke ist keinen Widerspruch mehr gewohnt. Ihre martialische Revolutions- und Klassenkampfrhetorik sind reiner Selbstbetrug. Fakt ist, die Zeiten des Kampfes sind für die deutsche Linke längst vorbei. Wer heute Linker wird, setzt sich in ein gemachtes Nest. Er weiß Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Zeitungen auf seiner Seite. Er kann sich über großzügige Subventionen in Millionenhöhe freuen. Er kann Konzerte auf dem Campus organisieren und bekommt von der Universität Räume. Die Mitgliedschaft in einer linksextremen Gruppe hindert durchaus nicht an einer politischen Karriere, und wo es kriminell wird, kann die Polizei noch nicht einmal anständig ermitteln, weil ihr von ganz oben die Hände gebunden sind.

Kurzum, wir haben es hier mit einem politischen Lager zu tun, das es gewohnt ist, per Definition zu den Guten zu gehören und sich für seine Ansichten niemals rechtfertigen zu müssen. Diese Leute reagieren sehr verunsichert, wenn jemand aufsteht und ihre ideologisch fundierten Denkgebäude öffentlich in Frage stellt. Ihr Meinungsmonopol anzugreifen, empfinden sie als eine Unverschämtheit, die offensichtlich jedes Gegenmittel rechtfertigt, von Sachbeschädigungen bis hin zu unfundierten Anschuldigungen oder sogar dreisten Lügen.

Darum ein Ratschlag im Guten: Was immer du vom Hörensagen oder irgendwelchen Flugblättern über uns aufschnappst, glaub es lieber erstmal nicht. Über uns sind in den entsprechenden Kreisen schon so viele unsinnige Geschichten im Umlauf, daß wir selbst langsam den Überblick verlieren. Persönlich stört es uns schon längst nicht mehr. Wir wissen ja, von was für weltentrückten Paranoikern es stammt. Aber du solltest dich davon nicht abschrecken lassen. Du bist erwachsen und kannst für dich selbst denken. Wenn du dich also für uns und unser Tun interessiert, dann komm vorbei und mach dir dein eigenes Bild. Gäste werden bei uns immer gut behandelt.

Seid ihr eine Seilschaft, die sich gegenseitig Stellen zuschachert?

Naja, nicht in dem Maße, wie es uns gerne nachgesagt wird. Schließlich kochen wir auch nur mit Wasser. Gänzlich von uns weisen können wir diesen „Vorwurf“ dann allerdings doch nicht. Mal angenommen, DU wärest auf Arbeitssuche, und ein Bekannter von dir arbeitete in einer Firma, die vielleicht für dich etwas wäre. Würdest du ihn nicht bitten, vielleicht mal bei seinem Chef vorzufühlen, ob seitens der Firma eventuell Interesse bestünde... Würdest du wohl? Na also. Und von solchen „Bekannten“ haben wir eben eine ganze Menge, denn unsere Alten Herren sind samt und sonders Akademiker, die in aller Regel auch irgendwo in Brot und Lohn stehen. Es ist also wahr, daß bei uns in dieser Richtung einiges geht. Eine Garantie können wir aber auch nicht geben. Der beste Garant für eine Stelle ist auch bei uns ein gutes und zügiges Studium. Und dafür ist immer noch jeder selbst verantwortlich.

Hätte ich bei euch denn überhaupt noch Zeit für das Studium?

Keine Sorge, das kriegen wir schon hin. Schließlich finanzieren wir uns aus den Mitgliedsbeiträgen unserer Ehemaligen, was wiederum nur funktionieren kann, wenn jeder von uns mit Ablauf seiner Aktivenzeit sein Studium beendet und Geld verdienen geht. Unsere jungen Bundesbrüder am Studieren zu hindern, hieße den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen.

Ist es möglich, unverbindlich an einer eurer Veranstaltungen teilzunehmen, um sich ein Bild zu machen?

Überhaupt kein Problem. Es wäre bloß nett, du würdest dich vorher anmelden.

Was hätte ich eigentlich davon, bei euch aktiv zu werden?

  • Du erlernst ganz nebenbei die Eigenschaften, die später im Berufsleben gefragt sind: Organisationstalent, Führungsqualitäten, sicheres Auftreten, gutes Benehmen und Durchsetzungsvermögen.
  • Du feierst großartige Feste bis in die frühen Morgenstunden, die du nie mehr vergessen wirst.
  • Günstigeren Wohnraum als bei uns wirst du kaum finden. Ein großes Zimmer kostet bei uns nicht mehr als 120,- Euro. Ohne weitere Zusatzkosten.
  • Du brauchst deine kostbare Jugend nicht mehr mit Castingshows und Onlinerollenspielen zu verplempern, denn Langeweile ist für dich ein Fremdwort.
  • Du bist der Stachel im Fleisch der linken Hochschulgruppen, die dir schon seit Jahren zuwider sind, weil sie von deinem Geld leben.
  • Frauen stehen auf verwegene Männer in Anzügen.
  • Du bekennst dich stolz und selbstbewußt zu deiner deutschen Herkunft und kannst über all die Berufsbetroffenen und Heulsusen da draußen nur noch lachen.
  • Du hast in jeder größeren deutschen Stadt einen Schlafplatz auf den Häusern unserer Verbandsbrüder.
  • Du kommst im ganzen Land herum und lernst mehr Leute kennen als alle deine Kommilitonen.